wunderschön

Mittwoch, 12. Mai 2010

Ihr Kind ist da! Wir gratulieren



Ein Baby aufwachsen und gedeihen zu sehen, ist ein tägliches Wunder, und es ist harte Arbeit dazu! Seine Windeln macht es nass, wann immer ihm danach ist, und seine Schlaf- und Essenszeiten nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Menschen, doch schon bald bezaubert es seine Eltern mit dem ersten Lächeln. Babys besitzen die Gabe, sekundenschnell allen Ärger vergessen zu machen. Aber allen Glücksgefühlen zum Trotz: Manchmal sind frisch gebackene Eltern am Ende ihrer Kräfte. Sie sorgen sich um ein geblähtes Bäuchlein und zerbrechen sich den Kopf über den Grund für das ohrenbetäubende Gebrüll. Dann sehnen sie sich nach der Verschnaufpause, wenn das Baby satt und zufrieden eingeschlafen ist. Weint das Kind, lassen sie alles stehen und liegen, beruhigen, wiegen und trösten. Gut so, denn ein Baby ist vollkommen darauf angewiesen, versorgt zu werden. Erst mit der Zeit kommt das Abwägen: Wie lassen sich eigene Bedürfnisse und die des Kindes in Einklang bringen – so, dass jeder zu seinem Recht kommt? Wir hoffen, Ihnen stehen bei Bedarf Menschen zur Seite, die Sie um Rat und Hilfe fragen können: die Freundin, Ihre Mutter oder der Kinderarzt.

Jedes Kind ist einzigartig, auch wenn in den ersten Lebensjahren die Gemeinsamkeiten noch überwiegen. Alle Babys von sechs Monaten grapschen nach dem Löffel, wenn man sie füttern will. Alle, die gerade laufen gelernt haben, ziehen Tischdecken und Gegenstände herunter. Es gibt aber auch Unterschiede: Manche laufen mit elf, andere erst mit zwanzig Monaten. Die einen plappern mit anderthalb drauflos, andere wiederum begnügen sich lange Zeit mit "dada" und überraschen erst nach dem dritten Geburtstag mit einem kompletten Satz!

Auch die Lebensumstände sind verschieden. Ob eine Mutter oder ein Vater das Kind allein erzieht, ob eine Oma, Geschwister oder Freunde miterziehen, ob ein Kind und seine Eltern mit einer Behinderung leben lernen müssen, ob Sie im Dorf oder in einer Großstadt wohnen, ob Sie in einer anderen Kultur groß geworden sind – all diese verschiedenen Gegebenheiten spielen eine Rolle. Deshalb taugen Erziehungsrezepte nur wenig.

Auf Ihren eigenen Weg kommt es an. Und den können nur Sie selbst finden.

Das Wort "perfekt" sollten Sie aus Ihrem Denken streichen. Alle Eltern machen Fehler. Wenn Sie sich das zugestehen und gelegentlich aus Ihren Fehlern lernen können, wird Ihr Zusammenleben mit Ihrem Kind lebendig und viel weniger störanfällig.

Es wird Tage geben, an denen Sie unsicher werden. Ihr Kind ist noch so klein und ganz darauf angewiesen, dass Sie es richtig verstehen. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Oder Sie wissen nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht, weil Sie sich so müde, gereizt und allein fühlen. Besonders an solchen Tagen möchten wir Ihnen mit den ELTERNBRIEFEN eine Hilfe sein.

In unseren Briefen wollen wir Fragen aufgreifen, auf die alle Eltern stoßen. Und zwar dann, wenn’s ansteht: Wer einen kleinen Säugling versorgt, hat andere Probleme als Eltern, die mit einem zweijährigen Draufgänger oder einer dreijährigen Mimose (beiderlei Geschlechts) klarkommen müssen. Wir möchten Sie mit Rat und Anregungen begleiten und Sie ermuntern, manchmal einen Schritt zurückzutreten, damit Sie Ihr Kind und Ihren Eltern-Alltag wieder mit anderen Augen sehen können.

Auszug Aus Elternbrief..( Arbeitskreis neue Erziehung e.V)

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